Archiv des Autors: Katharina Habermann

Erhard Weigel im #SalonEuropa

Vom 23. September bis zum 11. November 2018 zeigt das Museum Burg Posterstein die Ausstellung „#SalonEuropa vor Ort und digital“. Vor Ort und im Internet hat man dazu die Gelegenheit, in kurzen Statements oder Blogposts seine Gedanken und Meinungen zur Frage „Europa bedeutet für mich …?” mitzuteilen.

Auf der Webseite zu dieser Blogparade findet man in diesem #SalonEuropa zu Erhard Weigel zwei Literaturhinweise zu seinen Aktivitäten und Ideen im europäischen Rahmen:

  • Klaus-Dieter Herbst: Mit Erhard Weigel aus Jena in den Städten Europas unterwegs. Jena 2018. (Info)
  • Stefan Samerski: Erhard Weigel und seine europäischen Konzeptionen. In: Stefan Kratochwil, Volker Leppin (Hrsg): Erhard Weigel und die Theologie. Münster 2015, S. 179–197. (Verlagsankündigung)

Weigels friedliche Europa-Vision kommt auch darin zum Ausdruck, dass er seine heraldischen Himmelsgloben neben der Werbung für seine Kalenderreformbestrebungen mit der aus dem Trauma des Dreißigjährigen Krieges erwachsenen europäischen Idee und dem Wunsch verband, „dass künfftig Fried auf Erden in Europa werden werde“.[*]

Link zu Erhard Weigel im #SalonEuropa


[*] Paul Jacob Marperger: Kurtze Beschreibung Des Auff allergnädigste Verordnung Dero Zu Dennemarck Norwegen Kön. Majest. Königs Christiani. V. Von […] Herrn Erhard Weigelio […] verfertigten Und den 4. Octobr. 1696. […] allhier in Copenhagen auff Rosenburg offerirten Pancosmi, oder Groß-Bilds der Welt. Ploen 1697, S. 15.

Sammelband „Schreibkalender und ihre Autoren in Mittel-, Ost- und Ostmitteleuropa (1540–1850)“ erschienen

Der von Klaus-Dieter Herbst und Werner Greiling herausgegebene Band versammelt 25 Aufsätze über Schreibkalender und ihre Autoren in Mittel-, Ost- und Ostmitteleuropa aus der Zeit zwischen 1540 und 1850 und geht im Wesentlichen auf die Vorträge einer Tagung in Jena im Mai 2017 zurück. Tagung und Band wurden auch durch die Erhard-Weigel-Gesellschaft unterstützt.

Verlagsankündigung

Pariser Hevelius-Weigel-Briefe online

Das Pariser Observatorium hat die beiden Briefe von Erhard Weigel an Johannes Hevelius und den einen Brief von Hevelius an Weigel aus seinem Archivbestand digitalisiert und online zur Verfügung gestellt.

Brief Erhard Weigels an Johannes Hevelius, 26. August 1673
  Transkription | Scans

Brief Erhard Weigels an Johannes Hevelius, 4. Mai 1677
  Transkription | Scans

Brief Johannes Hevelius‘ an Erhard Weigel, 2. Juli 1677 (st.n.)
  Transkription | Scans

Ein Weigelscher Himmelsglobus für den neuen Eichplatz in Jena

Im Jenaer Stadtzentrum, wo im zweiten Weltkrieg Bombenangriffe schwere Schäden verursachten und auch später historische Gebäude abgerissen wurden, soll der Eichplatz neu bebaut werden. Im Rahmen des städtebaulichen Rahmenkonzeptes ist insbesondere die Schaffung eines Stadtgartens vorgesehen.

Die Erhard-Weigel-Gesellschaft schlägt für diesen Stadtgarten die Errichtung eines begehbaren Himmelsglobus zu Ehren des Jenaer Gelehrten Erhard Weigel vor, dessen 400. Geburtstag im Jahr 2015 begangen wird.

Die unmittelbare Nähe zu den Wirkungsorten Weigels in Jena, insbesondere mit seinem Haus, der Weigeliana Domus als eines der Sieben Wunder von Jena in der Johannisgasse sowie dem Collegium Jenense, würde einem Erinnerungsort an dieser Stelle einen besonderen Charme verleihen. Mit einem der Öffentlichkeit zugänglichen Weigelschen Himmelsglobus würde zudem Weigels Wirken zur Popularisierung der Naturwissenschaften auf originelle Weise Rechnung getragen.

Stadt Jena: Eichplatzareal

Pressespiegel
Michael Groß: Himmelsglobus für neuen Jenaer Eichplatz
In: Ostthüringer Zeitung, 24. April 2018, Online

Broschüre zu Erhard Weigel in Europa erschienen

In seiner neuen Broschüre „Mit Erhard Weigel aus Jena in den Städten Europas unterwegs“ hat Klaus-Dieter Herbst Weigels Reisen durch das Europa des 17. Jahrhunderts nachgezeichnet. Als Initiator der Kalenderreform von 1700 hatte Weigel sich von Jena aus quer durch Europa, von Stockholm bis Wien um die Unterstützung durch die europäischen Herrscherhäuser bemüht und dabei keine Kosten und Mühen gescheut, Kaiser, Könige und Herzöge persönlich aufzusuchen und für die Reform zu werben.

Vor der Mitgliederversammlung der Erhard-Weigel-Gesellschaft am 16. Juni 2018 wird Klaus-Dieter Herbst die Broschüre ab 17:00 Uhr im historischen „Haus im Sack“ (Oberlauengasse, Karte) der Öffentlichkeit vorstellen. Einladung

Die Broschüre kann in der Jenaer Bücherstube, Johannisplatz 28, direkt erworben und unter der ISBN 978-3-941563-25-4 auch über den Buchhandel bestellt werden. Infoflyer

Hessische Landesausstellung „Groß gedacht! Groß gemacht?“

Vom 16. März bis 1. Juli 2018 findet im Fridericianum, Kassel, die Hessische Landesausstellung 2018 statt. Ein Ausstellungsstück in dieser Ausstellung ist der Heraldische Silberglobus von Erhard Weigel, der im Astronomisch-Physikalischen Kabinett Kassel aufbewahrt wird.

Eine Abbildung des Silberglobus findet man auf Seite 2 im Flyer zur Ausstellung. Außerdem startet das Video zur Ausstellung mit einem Blick auf den Silberglobus.

Homepage der Ausstellung

Literatur
Jürgen Hamel: Der heraldische Silberglobus von Erhard Weigel im Astronomisch-Physikalischen Kabinett Kassel. In: Jürgen Hamel (Hrsg.): Gottfried Kirch (1639–1710) und die Berliner Astronomie im 18. Jahrhundert. Frankfurt am Main 2010 (= Acta Historica Astronomiae, Vol. 41), 34–64.

„Stumme Zeugen in Jena“

Mit Teil 10 seiner Denkmalserie „Stumme Zeugen in Jena“ begab sich der Historiker und Autor Immanuel Voigt auf den Hinterhof der Geschichte.

Immanuel Voigt: Steinerne Erinnerung an Erhard Weigel
In: Ostthüringer Zeitung, 23. Februar 2018, Online (Den vollständigen Artikel kann man lesen, wenn man dem betreffenden Link in dem Twittertweet hier folgt.)

Homepage Immanuel Voigt: www.zeit-lupen.de

„Durch Azur fallend tief in die Nacht“

Nachdem die Künstlerin Rosmarie Weinlich sich 2016 daran beteiligte, Werke der Ernestiner-Ausstellung neu zu interpretieren (Blog der Klassik Stiftung Weimar: »Ernestiner« trifft Bauhaus, Teil 2), war sie in diesem Jahr mit der Rauminstallation „Durch Azur fallend tief in die Nacht“ an dem Lichtevent „Kronach leuchtet“ beteiligt, das vom 28. April bis zum 7. Mai 2017 in Kronach stattfand.

Homepage Rosmarie Weinlich

Philipp Otto Gercken (1646–1673)

Philipp Otto Gercken stammte aus Hildesheim und wirkte später als Jurist in seiner Geburtsstadt. Im Jahr 1667 verteidigte er an der Universität Jena unter dem Vorsitz Erhard Weigels die Schrift Amplissima in alma Salana Facultate Philosophica suffragante (VD17 23:240101N, Digitalisat).

Am 18. Juli 1672 ehelichte er in Hildesheim Anna Helene Storre (1652–1729), Tochter des Fürstlich-Braunschweigisch-Lüneburgischen Hofgerichtsassessors und Gräflich-Nassau-Spiegelbergischen Rat Hermann Storre (GEDBAS). Im darauffolgenden Jahr, am 8. Mai 1673 verstarb Philipp Otto Gercken nur 27jährig in Hildesheim.